Altenpflege 2026: Wie Yana Sprachbarrieren beseitigt

yana

Ein eher unauffälliger Stand in Halle 6 der Altenpflegemesse. Wer hier vorbeigeht, dem fällt auf, wie freundlich man empfangen wird. Das Team brennt für sein Produkt.

Yana ist ein Startup, das aus der Pflege heraus entstanden ist. Diese Geschichte ist in dieser Branche keine Ausnahme, sondern, so scheint es auf der Messe, eher der Regelfall. Das spürt man, wenn es darum geht, das Ziel von Yana zu erklären: Die Dokumentationssoftware mit dem Schwerpunkt auf KI-gestützter Fremdsprachenübersetzung orientiert sich an real erlebten Problemen im Pflegealltag.

Die dringend benötigten ausländischen Fachkräfte, die bereits heute einen essenziellen Teil der Beschäftigten in der Pflege ausmachen, tun sich gerade am Anfang oft schwer, ihre Arbeit fachgemäß zu dokumentieren. Andere Anbieter im Bereich Spracherkennung haben zwar das Problem der freihändigen Dokumentation gelöst, setzen jedoch eine gewisse deutsche Fachsprache voraus.

Auch wenn es das Ziel bleibt, dass die Pflegekräfte langfristig Deutsch lernen, ist in der Praxis nicht von der Hand zu weisen, dass in der Anfangsphase aufgrund von Sprachbarrieren sehr viele Fehler bei der Dokumentation passieren, die vermeidbar wären. Gleichzeitig wirbt Yana damit, dass dies den Stress auf Seiten der Fachkräfte während der Einarbeitung deutlich reduziert, da sie so ihre gesamte Kompetenz abrufen können. Bei einer Vorführung uns gegenüber durften wir uns selbst von der intuitiven Anwendung überzeugen. Yana bietet bereits heute 15 verschiedene Sprachen an, die besonders häufig unter ausländischen Pflegefachkräften gesprochen werden.

Als Ziel für dieses Jahr sollen Dutzende weitere Sprachen ins Repertoire aufgenommen werden. Ein nützlicher Nebeneffekt ist, dass die App auch in der Kommunikation mit den Klienten helfen kann, da sie Alltagssprache schnell und zuverlässig in Text umwandelt und in die gewünschte Sprache übersetzt.

Im Gespräch mit Zeinab, der Gründerin von Yana, betonte sie, dass sie sich keine Sorgen über Konkurrenz durch Echtzeitübersetzer oder andere allgemeine Sprachanwendungen macht. Diese würden zwar die Kommunikation erleichtern, seien jedoch nicht auf die Anforderungen der Pflegedokumentation zugeschnitten.

Wer in seinem Unternehmen selbst Erfahrungen mit sprachlichen Barrieren gemacht hat, für den ist Yana eine vielversprechende Lösung.

 

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