voize ist nach der Gründung im Jahr 2020 immer noch in aller Munde. Erst im November 2025 absolvierte das Potsdamer Startup mit 50 Millionen Euro die erfolgreichste Serie-A-Finanzierung in der Pflegetech-Branche jemals. Doch wie geht es weiter? Und welche Innovationen und Features hat das Unternehmen für die nächste Zeit geplant? Am Stand auf der Altenpflege 2026 haben wir einen Einblick erhalten.
Ein Kernfeature, auf dessen Entwicklung der Fokus liegen soll, ist der proaktive KI-Agent. Dieser soll gesammelte und ausgewertete Dokumentationsdaten für pflegerische Hinweise nutzen. Die Pflegekraft soll dabei jedoch nicht bevormunden werden, sondern ein Werkzeug in die Hand bekommen Anhand gesammelter Dokumentationsdaten informierte Entscheidung zu treffen. Ein Beispiel: Bei der Übergabe zum Schichtwechsel gibt voize einen Hinweis, dass einer der Patient neu gelagert werden muss. Das Personal kann dies nun zeit- und personaltechnisch in die Schicht einplanen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entwicklung von Schnittstellen zu zusätzlichen Pflegedokumentations-Softwareanbietern, neben den bereits vorhandenen wie Medifox DAN oder Connext Vivendi. Damit dürfte sich das Unternehmen seine ohnehin schon großen Marktanteile in der Pflegesprachdokumentation sichern.
Doch wie konnte voize überhaupt so erfolgreich werden? Die Grundlage für diese Zukunftsvisionen ist eine ebenso einfache wie geniale Kernfunktion, die den Pflegealltag bereits heute verändert. In unserem ersten Artikel beleuchten wir, wie die KI-gestützte Spracherkennung funktioniert und warum sie Pflegekräften pro Schicht 39 Minuten wertvolle Zeit zurückgibt.